19 Juli 2017

Campen mit Kleinkind - mein Erfahrungsbericht Teil 1

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So unterschiedlich das Campen sein kann, je nachdem, mit welchen Gefährt man unterwegs ist und welche Urlaubsdestination und nicht unerheblich, zu welcher Jahreszeit, sprich Saison diese
 angepeilt wird, so unterschiedlich fallen auch die Meinungen zum Thema Campen aus.

Von "Campen, nicht unbedingt mein Ding" bis "wenn schon Urlaub, dann ausschließlich am Campingplatz, das ist da Schönste mit Kindern", hier ist alles vertreten. Und das ist auch gut so. Unterschiedliche Geschmäcker und Meinungen bereichern das Leben, und lassen vieles neu überdenken, und vielleicht etabliert sich sogar im Zuge des Erlebten ein neuer Standpunkt. So geschehen im Hause titantina.



Das Campen hat viele Facetten, und demnach unterschiedlich gestaltet es sich auch für die Familie. Und nicht zuletzt ist jedes Kind anders. Angefangen von der Anfahrt (und genau hier hatte ich ein AHA Erlebnis, und nein, nicht alle Kinder sind in Punkto Autofahren gleich anstrengend!) bis über den Aufenthalt vor Ort. Welche Erfahrungen wir als erfahrene Camper auf Low Budget Version auf unserem sehr speziellen Trip auf die Insel Elba unter extremen meteorologisch bedingten Bedingungen gemacht haben, und welche Tipps und Tricks ich in Punkto Camping auf Lager habe, möchte ich euch heute in Teil 1 erzählen.




Vorbereitung ist alles. Ich bin kein dezidierter Verfechter des Listenschreibens, und es kann im Hause titantina schon mal ganz gewollt und bewusst einkalkuliert diese raren Tage geben, an denen ausnahmsweise NICHTS auf dem Terminkalender steht, aber so eine Reise sollte gut überdacht werden. So meine Devise, nach der ich nun seit über einem Jahrzehnt unseren Campingurlaub plane.






Ist der Urlaubsort erst einmal gewählt, dann betreibe ich meine sehr präzise Recherche in Punkto Campingplatz.
Dieser sollte a) bestenfalls kein oder nur minimal Animationsprogramm anbieten b) ruhig gelegen sein und c) als gute Homebase fungieren für Ausflüge in die Umgebung und wenn möglich auch genügend Anreiz bieten, um den gesamten Urlaub dort zu verbringen. Direkter Strandzugang bevorzugt!
Besonders für einen Urlaub mit Kleinkindern hat es sich als sehr lohnend herausgestellt, den Stellplatz genauer unter die Lupe zu nehmen. Erste Priorität hat auf alle Fälle ein schattenspendener Platz, der ausreichend Bewuchs in alle Richtungen, auch zu den Nachbarn, aufweist. Wie weit sind Sanitäranlagen und der Zugang zum Strand entfernt? Auf dem Campingplatz legen wir täglich Kilometer zurück, und es gibt immer jede Menge zu holen, und zu erledigen. Demnach ist die Standortwahl ein essentielles Kriterium für den Wohlfühlfaktor.
Wer mag sich schon mitten in der Nacht, weil das Kind plötzlich das (zumindest nachts) stille Örtchen aufsuchen muss, in einem Gewaltakt 10 Minuten den Berg zu den Sanitätshäusern hinaufkämpfen? Unser Fazit: der Stellplatz ist alles.

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit...
"Mama, wo ist denn die Bürste?" so das Fräulein verzweifelt in aller Herrgottsfrüh. "Hast du die Nagelschere in letzter Zeit gesehen?" so ein ungeduldiger Herr W. in einem Anflug an Dringlichkeit bedingt durch Hitze oder/und beengte Wohnverhältnisse. Sie tun beide gleichermaßen ihren Rest, und verlangen uns vieren im Inneren des VW Busses so einiges ab. Wir wissen: Campen ist eine nie enden wollende Suche nach Dingen. Wichtigen oder unwichtigen, ganz gleich Man sucht IMMER etwas. Unsere nie enden wollende Frage daher: wie können wir der ewigen Sucherei den Garaus machen? Sind wir dazu überhaupt in der Lage oder sind wir allesamt zu chaotisch? So übrigens die Erkenntnis von Herr W. zum Thema Organisation.



Reisetipps Elba, Urlaub mit Kindern

Nichtsdestotrotz kehre ich immer wieder aufs Neue meine gute alte Methode zum Packen hervor, die folgendermaßen aussieht:

-) die Kleidung wird vor dem Packen auf dem Bett aufgelegt, sortiert und noch einmal genau unter die Lupe genommen. Worauf kann verzichtet werden? Wie kann man die Kleidungsstücke kombineren?  Auf diese Weise spart man unglaublich viel Kleidung. Sie sollte zudem knitterfei sein und nicht zu dick auftragen (im Stauraum wohlgemerkt).
-) jeder hat seinen eigenen Bereich zum Verstauen der Kleidung. Eingebaute kleine Kästchen neben der Liegefläche und unter der Bank im Inneren des Busses bieten Stauraum.
-) Warme Kleidung wird für südliche Gefilde separat im abgelegensten Winkel des Busses verstaut. Dasselbe gilt für Schuhe, die gemeinsam in einer Kiste landen.
-) Recyclingkartons (von Bestellungen etc.) sind perfekt, um die Kleidung klein und einzeln einzurollen und in der Kiste zu verstauen, damit man den Überblick nicht verliert. Mein wahrer Retter in der Not.




Mama, wann sind wir endlich da-a?
Kennen wir alle, oder? Dieser eine Satz, der unseren Geduldspegel im Zuge der Reise kontinuierlich nach unten schnellen lässt, und unsere Nerven enorm belastet. Doch: große Überraschung im Hause titantina. Der Satz "manchmal kommt es anders, als man denkt" hat sich auf wundersame Weise bewahrheitet. Warum und wieso es so kam, ist mir nach wie vor ein absolutes Rätsel, aber ich hörte und staunte nicht schlecht, als ich diesen einen Satz gerade ein Mal während der gesamten Anfahrtszeit (insgesamt 3 Tage mit Zwischenstopps) auf die Insel zu hören bekam. Wird das Fräulein erwachsen? Geht es den Kindern gut oder brüten sie etwas aus? So mein erster Gedanke. Doch alles war gut. Fräulein UND zu meiner großen Überraschung der Goldjunge mit seinen 22 Monaten, der ja üblicherweise an Aktivität und Temperament kaum zu übertreffen ist, waren unglaublich entspannte und angenehme Reisebegleiter. Zumindest während der Fahrt, aber mehr dazu in Teil 2!





Wenn der Urlaub anstrengend wird
Sehnsucht nach zu Hause? Wir Sonnenanbeter doch nicht!
Obwohl die Rückfahrt inklusive Stau und sämtlichen Zwischenstopps Summa Summarum 21 Stunden in Anspruch genommen hat, war der Urlaub an sich anstrengender als die reine Fahrtzeit. Extreme Hitze sowohl tagsüber und auch nachts bedingt durch beinahe zur Gänze geschlossene Fenster und Türen des Busse aufgrund der Mückenplage forderten in Nacht 3 ihre ersten Opfer an diesem schönen Fleckchen Erde. Wenn die Hitze erstmal Überhand bekommt, wird auch der Rest des Urlaubsalltages zum Gewaltakt. Alleine der Gang vom Strandplatz ins Meer bereitete uns Überwindung und der obligatorische Gang zum Spülplatz nach jedem selbstgekochten Essen (natürlich im Bus bei 40 Grad zubereitet) ließ die Stimmung in den Keller rasseln. Denn dieser war hoch oben auf dem Berg, und unser Stellplatz war ganz unten. Grund hierfür: wir mussten zwischenzeitlich auf einen anderen Stellplatz umsiedeln. Mit bereits komplett aufgebautem Vorzelt auf dem Kopf tragend ging es bei großer Hitze bergab auf den neuen Platz mit mäßigem Bewuchs aber ganz tollen Agarven. Unser Fazit: wir gehen lieber ins Restaurant essen. Wir alle lieben Meeresfrüchte und wir ersparen uns den Abwasch.

Tag 3 nach Urlaubsende: Urlaub vom Urlaub ist unsere aktuelle Devise.
Und auch während des Urlaubs musste ich tagtäglich die Notbremse ziehen, welche Wunder wirkte.





Meine Notbremse
Schalte einen Ganz zurück und gönne dir Ruhepausen UND hab kein schlechtes Gewissen dabei, die Kinder an den Partner in dieser Zeit abzugeben. Ein Appell an mich selbst.
Es ist beachtlich, wieviel so ein Rückzug, sei es in Form eines Nickerchens tagsüber oder eines Spaziergangs für sich alleine, bewirken kann, dem Kräfteentzug entgegenzuwirken und um sein Energiedepot wieder aufzufüllen. Die Varianten hierfür sind vielfältig und individuell, und fallen sicher sehr unterschiedlich aus, aber im Grunde ist ihnen eines gemein: es geht darum, das zu tun, was man gerne tut.

Aber wie war denn jetzt diese Reise nach Elba und warum gestaltete sie sich anstrengend werdet ihr euch fragen? Mehr zu unserem Roadtripp und einer ganz besonders schönen Erfahrung, die wir in Punkto "Goldjunge und das Meer" machen konnten, und meine Reisetipps zu Elba erfahrt ihr in Kürze in Teil 2!



Macht's gut!

Eure Tina


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30 Juni 2017

Let's have a break - Sommerpause




Nach einem turbulenten Juni mit all seinen Höhe und Tiefen, bedingt durch eine hartnäckige Erkältung bei heißen Temperaturen, die die ganze Sache noch unerträglicher machten und nur das Fräulein verschonten, ist es nun endlich soweit. Und es scheint, als hätten wir ein perfektes Timing erraten: alle sind wieder fit und auch ich habe nach einer Seitenstrangangina und einer Lungenreizung alle meine Kräfte wieder gesammelt. Dem Abenteuer steht nichts mehr im Wege! Kurz nach Schulschluss geht es auf in Richtung Süden.

Unser erster Familienurlaub zu viert im Ausland nach dem kurzen aber schönen heimischen Urlaub in Kärnten voriges Jahr (mehr dazu könnt ihr hier nachlesen!). Ich bin schon gespannt, und voller Vorfreude auf das Meer, die frische salzige Brise und das Sandburgenbauen. Für mich Sonnenanbeterin gibt es nichts Entspannenderes als mich von den Meereswogen treiben zu lassen, und auch wenn der Urlaub á la titanina traditionsgemäß etwas turbulent und chaotisch verläuft, ist es immer ein Erlebnis, auch wenn es nicht unbedingt Entspannung pur ist, und wir weit entfernt von All inclusive urlauben. Der XL Tramperrucksack der früheren noch kinderlosen Jahre wurde von dem guten alten VW Bus abgelöst. Wir sind alles andere als klassische Camper, und sind meist auf der Suche nach dem Besonderen im kleineren Stil, immer im Sinne von #itsthesimplethings, und wir sind uns auch dieses Mal sicher, wir werden auf einem kleinen aber feinen Campingplatz abseits der Touristenmassen eine unvergessliche Zeit verbringen!

Ich wünsche Euch inzwischen einen wundervollen Juli!


Eure Tina






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24 Juni 2017

Upcycling mit titantina - bestickte Espadrilles



Zu Sommer, Urlaub Strand und Meer gehören für mich Espandrillos wie Meeresluft, Sonne und Pinienhaine. Sie sind nicht nur bequem, sondern auch aus Baumwolle und bestenfalls zur Gänze aus Naturmaterialien, die bei sommerlichen Temperaturen äußerst lobenswerte Eigenschaften besitzen: sie sind sehr atmungsaktiv.

Da im Hause titantina ein Urlaub in Meeresnähe, natürlich mit dem guten alten VW Bus, vor der Türe steht, ist es schön langsam Zeit, eine obligatorische Urlaubsliste zu erstellen, um vor der endgültigen Abreise kurz nach Schulschluss alle 7 Sachen beisammen zu haben. Kein leichtes Unterfangen, da der Platz bekanntlich in einem VW Bus mit 2 Kindern stark begrenzt ist. Will heißen: Organisation ist alles. Da in Punkto Kleidung und Schuhe vorausschauend geplant werden muss, was genau letztendlich auf die Reise mitkommt oder auf welche Utensilien getrost verzichtet werden kann, sind ein paar Tipps und Tricks für einen Campingurlaub mit Kindern notwendig, die ich euch in einem weiterführenden Blogpost gerne verraten werde. Denn: wir sind seit Jahren campingerbrobt, sowohl mit als auch ohne Kinder, und somit teile ich gerne meine nützlichen Erfahrungen mit euch.





Kein Camping ohne Espadrilles

Espandrillos sind eines der wenigen Schuhe, die immer mit auf Campingreise gehen. Sowohl für den Strand als auch für Unterwegs oder für eine Sightseeingtour. Sie vermitteln einfach immer das gewisse Urlaubsfeeling wie ich finde, und besitzen hohen Tragekomfort. Die High Heels können im Urlaub getrost zu Hause bleiben. Denn meine Erfahrung hat gezeigt: nach einem Tag am Strand oder unterwegs haben es die schicken hohen Treter im Urlaub nie an meinen Fuß geschafft.

Ob bunt, ob einfärbig oder gar bestickt, ich mag sie alle. Ein weiteres großes Plus: sie lassen sich sehr platzsparend verstauen!


Was es mit Espartogras auf sich hat

Wahrscheinlich wusstet ihr bereits, dass das Ursprungsland der bequemen Sommerschuhe Spanien ist. Aber auch in Südfrankreich wurden die Schuhe gerne getragen, und das Wort Espadrilles geht sogar auf das Provenzalische zurück. Den die Sohle der Schuhe wurde ursprünglich aus Espartogras, einem Steppengras, gefertigt. das in Robustheit nicht zu überbieten war. Man nimmt an, dass der spanische Ursprung für die Alpargatas, so die spanische Bezeichnung, auf Mallorca liegt.
Im katalanisch sprachigen Raum hingegen wurden sie Espardenyes genannt. Traditionelle Modelle findet man hier mit langen Bindebändern an der Ferse.


Und so habe ich es gemacht

Wie ich ein altes Paar verwaschene und verfärbte Espandrillos in nur wenigen Schritten aufgepeppt habe, zeige ich euch heute.

Das blassrosa Paar hatte seine besten Zeiten bereits hinter sich gebracht. Von Salz und Sonne ausgebleicht, und mit Lagerungspuren versehen, hieß es für sie beinahe: "ab in die Altkleidertonne". Aber nur fast! Denn mir kam die Idee, die Schuhe mit einer einfachen aber doch hübschen Stickerei zu versehen, die auch für Anfänger geeignet ist, und an mein Muttertagstutorial angelehnt ist.


Material

Espandrilles
Sticknadel (nicht zu lange)
Stickgarn

Suche dir eine Vorlage im Internet oder zeichne dir selbst ein Motiv auf Papier auf. Optional kannst du mit Bleistift das Wunschmotiv auf den Schuh übertragen, und stickst die Linien nach.

TIPP: Beginne mit dem ersten Stich der Stickerei am äusseren Rand des Schuh-Vorderteiles und sticke so, dass auch der letzte Stich wieder am äusseren Rand endet. Dann tut ihr euch leichter mit dem Vernähen, und kommt auch besser mit der Nadel durch.





Ich habe ein einfaches Blumenmotiv gewählt. Verwendet habe ich den Knötchenstich für die Miniblüten und einfachen Rückstich für das Grün.

Mein Plan für nächste Woche: unbedingt noch weisse Espandrillos aufpeppen!

Macht's gut und habt eine schöne sommerlich heiße Woche!

Eure Tina














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16 Juni 2017

8 Jahre Kind sein - Fragen einer Mama


Das traditionelle Update zum Kleinkindalltag ist monatlicher Fixpunkt auf dem Blog. Ich schneide typische Mama-Themen an, die uns aktuell beschäftigen, ich lamentiere über besonders anstrengende Phasen, die den turbulenten Alltag auf den Kopf stellen und uns den letzten Nerv rauben, und wundere mich rückblickend über die rasanten Schritte, in welchen das Kleinkind die Welt erkundet. Denn: was sind schon 20 Monate im Leben eines Menschen! Ein Wunder von Geburt an, ein Geschenk, diese Entwicklungsschritte Familie miterleben zu dürfen, und eine Herausforderung für uns alle. Doch im Laufe der letzten Wochen realisierte ich: wo bleibt das Fräulein bei all diesen Beiträgen? Hat sich sie sich denn nicht auch einen Raum abseits der DIY Klamotten im Blog verdient, nämlich einen viel persönlicheren?





Zumal mein Blog ja dezidiert als Mamablog bezeichnet wird, auch wenn ich mich mit diesen Kategorisierungen nicht wirklich anfreunden kann, denn ich sehe mich auch ganz stark als umweltbewußte DIY Verfechterin abseits der Fashion IT Pieces für die Kleinen. Ich mag es bunt, abwechslungsreich und nachhaltig. Und zugegeben, in unserem Haushalt sieht es meist eher chaotisch aus als clean, und auch wenn ich skandinavischen Minimalismus unglaublich toll finde, herrscht bei uns kunterbuntes Treiben, ein Mischmasch aus verschiedenen Stilrichtungen, und gerne mal bunte Kelimpolster auf weisser Couch mit Kirschflecken drauf. Vor bunter Wand und neben einem Teppich, auf dem sich nicht nur Holzspielzeug tummelt. Willkommen im Real Life!





Zurück zum Fräulein.

Eine Frage an mich

Ich stellte mir anhand des Geburtstages des Fräuleins die Frage: Wie wäre es, wenn ich 8 Jahre alt wäre. Könnte ich das Alter genießen, oder würde ich auf die Frage, ob ich gerne 8 Jahre alt sein würde, wie aus der Pistole geschossen antworten: "Nie im Leben. Habe ich schon erlebt, und möchte ich nicht wieder erleben." Denn im Hinterkopf habe ich bereits eine konkrete Vorstellung darüber, was auf mich noch alles zukommen würde. Und genau das ist der springende Punkt. Den Augenblick genießen, und nicht von einem zum nächsten Termin hetzen, fällt uns Erwachsenen oft nicht leicht. Unbedarft in den Tag hineinzuleben, sorgenfrei und ungezwungen, ohne wenn und aber, und sich keine negativen Gedanken über all das, was noch auf uns zukommen mag, zu machen. Das wäre doch was, oder? Aber funktioniert das überhaupt für einen Schüler, der mit einer geballten Flut an Informationen und Lerninhalten konfrontiert wird? Ich bin skeptisch.






Eine Frage an sie

"Was macht dir am meisten Freude?" oder "Gibt es irgendetwas, was mit 8 Jahren anders ist als davor?" Fragen über Fragen, mit dem Ziel, mich an das Lebensgefühl einer 8-Jährigen heranzutasten. Das Fräulein, das in Coolness in diesem einen Moment kaum zu übertreffen sein mag, zeigt sich reserviert aber freundlich. Stille.

"OK, dann probier ich es mal auf eine andere Art und Weise", so meine blendende Idee, wohlgemerkt mit dem Hintergedanken, doch noch eine erleuchtenden Info aus ihr herauszukitzeln. "Gibt es irgendetwas, was dich nervt oder was früher besser oder einfacher war?"
Erneut Stille. Das Fräulein sieht mich achselzuckend und mit großen Augen an, und antwortet mit etwas belanglosem Unterton: NEIN. Klipp und klarer geht's nicht. Auf den Punkt gebracht.

Es passt so, wie es ist. Sie fühlt sich wohl, sie ist zufrieden, so wie es ist. Sie mag die Ruhe und sie mag die Action. Sie ist oft zurückhalten und leise, und dann wieder laut und impulsiv. Sie spielt gerne in der Natur, und sie zieht sich gerne in ihrem Zimmer zurück. Sie ist manchmal gelangweilt und nur am Nörgeln, und meist voller Tatendrang und kreativer Ideen. Sie ist hie und da traurig, und dann wieder  strotzend vor Lebenslust und Fröhlichkeit. Sie mag Eis und auch gerne Obst. Sie hasst es, ihre Zimmer aufzuräumen, und fragt mich dann wieder, ob sie mir beim Saubermachen behilflich sein kann. Sie schreit wie am Spieß, wenn ihr kleiner Bruder sie während des Spiels nervt, und es gibt Momente, in denen er zu ihr kommt, sich ihr an den Hals wirft und mit ihr kuschelt. Sie geht gerne in die Schule, aber sie mag nicht den Turnunterricht mit der Frau Direktor. Sie liebt das Laufen, und sie mag kein Musikinstrument lernen.

Sie ist wie sie ist. Es ist wie es ist, und das ist gut so, mit all den Tiefen und Höhen des Lebens.
Und das weiß sie.






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12 Juni 2017

Die Rückkehr einer Kultmarke - Wanderlust mit Kamarg *Werbung



Dort, wo das Gras am höchsten wächst und die alten Bäume Schatten spenden, sind wir am liebsten. Wenn die Temperaturen unweigerlich nach oben schnellen, und die höchste Etage in unserem Hanggarten einer Steppenlandschaft gleicht, und wenn der Horizont einer Fata Morgana ähnelt, ergreifen wir die Flucht in Richtung Grün. Dort, wo die frische Luft nach Schwammerl und Holz riecht, und wir auf weichem Moos das Geäst knacken hören, fühlen wir uns zu Hause. Der Wald zieht uns zu jeder Jahreszeit in seinen Bann, am liebsten jedoch, wenn er es erlaubt, ihn barfuß zu erkunden, und wir uns auf den Wegen von Jägern und Sammlern begeben. Der Wald erdet und gibt Kraft zugleich. Für mich als kreativen Kopfmenschen, der von einer Idee zur nächsten jagt, ist er ein unerlässlich gewordenes Mittel zum Abschalten, zum Entspannen und zum Seele-baumeln-lassen. Ein Ort, der in Kindern die Entdeckerfreude weckt und den Forscherdrang entfacht, der das wohl unerschöpflichste Spielterrain bietet.




Auf all unseren Streifzügen durch Wald und Hain, Weingarten und Wiesen ist mir der unverwüstliche Kamarg zu einem treuen Wegbegleiter geworden.

Wieder da! Stilikone und Kultobjekt

Am 6. Juni war es so weit: nach über 40 Jahren wurde der gute alte Kamarg aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Mit den 3 zum Kult gewordenen Designs in 3 Farben wurde eine Neuauflage gestartet, mit dem einzigen Unterschied, dass das nun Material wasserfest ist. Design und Funktionalität sollten gleich bleiben, ein wahrer originaltgetreuer Kamarg eben, mit hohem Wiedererkennungswert und zeitlosem Design. Der Kamarg hatte vor allem in den vergangenen Jahrzehnten einen Kultstatus erreicht und aufgrund seiner Unverwüstlichkeit war er auf Flohmärkten heiß begehrt, galt jedoch für lange Zeit als ausgestorbene Spezies unter den Rucksäcken.
Franz Drack, einer der neuen Gründerväter, selbst leidenschaftlicher Wanderer und Abenteurer aus den österreichischen Alpen, hat die Produktion der Rucksack nach einem Dachbodenfund eines 60 Jahre alten jedoch unversehrten und voll funktionsfähigen Rucksacks, wieder aufgenommen.







Ein Rucksack mit Geschichte

Graz im Jahre 1949. Gründervater Herbert Markutsch erfindet gemeinsam mit seinem Vater Karl einen Rucksack, der einziges zum Ziel hat: er soll allen Beanspruchungen eines Rucksackes, sei es fürs Wandern und alle Outdoorbegeisterten standhalten. Denn das Wandern wird in der Alpenregion so richtig schick und erfährt erstmals einen  touristischen Aufschwung. Das Tragesystem eines Kamargs geht auf ein Patent für eine spezielle Tragevorrichtung für Kohle aus den 20ern zurück. Durch eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und eine spezielle Polsterung der Gurte wird der Tragekomfort erhöht und das Gesamtgewicht verringert. Dieses Konzept wird auch auf den Kamarg erfolgreich angewendet.



Der nachhaltige Rucksack

Kamarg setzt bei der Produktion auf qualitativ hochwertiges Material wie wasserabweisendes Segeltuch und Leder, abseits von Billigprodukten, die durch den Verschleiß in kürzester Zeit ihre Lebensdauer verlieren, und zum Massenkonsum anregen. Nachhaltigkeit wird hier mit Langlebigkeit gleichgesetzt und basiert auf einem bewussten Umgang mit Ressourcen und Energie.
Und, ein klarer Beweis, dass es auch ohne Plastik geht!





Aktuell ist der Kamarg in den Kultfarben Beige, Rot und Blau im PRE-Sale hier zu vergünstigten Preisen erhältlich. Im ersten Kickstarter Monat Juni gelten nach wie vor -30 % zum Ladenpreis. Der Rucksack wird ab August im Webshop und im Handel erhältlich sein.

     


                           Ich wünsche Euch eine wunderschöne stressfreie Juniwoche mit viel Natur!

                                                                           Eure Tina







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