14 Januar 2018

Upcycling: aus Leggings wird Baby Latzhose



Für manche ist das Ausmisten eine mühselige zeitintensive Angelegenheit. Für mich bedeutet es: neuen Platz schaffen, um Neues entstehen zu lassen!

So wird im Hause titantina mit Vorfreude auf kreative Pausen in regelmäßigen Abständen ausgemistet, aussortiert und der bestehende Bestand an Kleidungsstücken drastisch reduziert. Da wir mit der Ankunft des dritten Kindes den Platz benötigen, um ein weiteres Kinderzimmer entstehen zu lassen, packte ich erneut die Gelegenheit beim Schopf und machte mir daran, den Nestbaubetrieb auch auf den Kleiderschrank auszuweiten.


Ich stieß auf eine bequeme, doch eher ungeliebte Leggings aus melierter Wolle, die, für meine Begriffe, zu sehr auftrug. Jedoch fand ich sie auch viel zu schade, um in der Altkleidersammlung zu landen, und so gab ich ihr eine neue Chance. In nur wenigen Nähschritten habe ich die Leggings zu einer warmen Baby Latzhose aufgewertet.



So ganz nebenbei: ich liebe Latzhosen, für jegliche Altersstufen, und so ist auch nebenbei eine Jeans-Latzhose für die Schwangerschaft entstanden (mehr dazu in Kürze!).

Zurück zur Baby Latzhose! Die Größe der Leggings (M) eignete sich perfekt dazu, um aus Bund und Beinen eine Latzhose, die mit ihrem breiten Bund bequem zu tragen ist, zu nähen.





So habe ich es gemacht:


Leg dir die Leggings auf, und platziere darauf eine passende Babyhose in Wunschgröße- oder du hast einen Schnitt dafür zur Hand. Noch einfacher geht es, wenn du die Leggings mittig zusammenlegst und den Schnitt/die Babyhose -auch mittig gefaltet- darauf platzierst.
Übertrage die Umrisse inklusive Bund mit Schneiderkreide auf die Leggings. Schneide sie mit Nahtzugabe auf. Achtung: Achte darauf, dass die beiden Lagen Stoff der Leggings exakt übereinander liegen und sich nicht in Falten legen, daher am besten vorher bügeln.



Schneide die 2 Hosenteile aus. Schneide nun 2 Stoffteile aus der Leggings für die Fußbündchen aus. Schneide 2 lange Träger je in doppelter Stofflage aus. Die 2 Stofflagen werden rechts auf rechts aufeinandergelegt und knappkantig festgenäht, und gewendet. Um die genaue Länge der Träger anhand eines Stramplers in der Wunschgröße zu bestimmen, habe ich die Träger am Bund der Rückseite der Hose festgesteckt. Offene Kanten versäubern und mit einigen Stichen von rechts absteppen.


Die Holzknöpfe dienen hier nur der Zierde, da ich es praktischer fand, an der Innenseite kleine Druckknöpfe per Hand anzubringen. Alternativ können auch Camsnaps eingesetzt werden, aber ich finde diese kleinen Druckknöpfe einfach unproblematischer.
Fertig!




Mehr Upcycling Tutorials findet ihr hier:




Viel Spaß beim Nachnähen!

Eure Tina


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09 Januar 2018

9 Jahre danach: Geburtsbericht- ein Rückblick auf meine 2 Geburten Teil 1



Die erste Geburt

Seit vielen Jahren, genauer gesagt, seit 8 Jahren schwebt mir ein Gedanke im Kopf herum: meine ganz persönlichen Erfahrungen zu meinen Geburtserlebnissen mit euch zu teilen. Jedoch brachte ich es zwar in kleinerem Rahmen über die Lippen, Einblick zu geben in meine Erfahrungswelt, jedoch war ich bis heute nicht dazu bereit, dies auch publik zu machen. Bei genauerem Hinsehen habe ich die Idee flugs wieder verworfen, da der Gedanke aufkam: nichts ist so persönlich wie seine eigenen Erfahrungen und Emotionen über das Geburtserlebnis. Und: ich möchte meine LeserInnen weder verängstigen noch irgendwelche Tipps oder Ratschläge erteilen, denn jeder Geburtsverlauf ist so unterschiedlich wie wir Menschen es sind. Ich hege eine Aversion dagegen, Menschen und in diesem Fall gebärende Frauen wegen gesetzter Schritte im Geburtsprozess zu verurteilen oder gewisse Abläufe wertend zu behandeln, weil ich finde: eine Situation ist lediglich aus sich heraus begreifen, und für jeden Außenstehenden nicht spürbar. Wir können all die Ängste, Wünsche und Begleitgründe, warum wir so und nicht anders gehandelt, nicht in dem Maße nachvollziehen wie die Protagonistin und ihre Gefühlswelt selbst.

 So habe ich meinen Erfahrungsschatz gehütet und verborgen gehalten. Ich war als Mamabloggerin nicht bereit, mein Erlebtes einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen, und ich beschloss, in erster Linie für mich ganz persönlich ein Resümee zu ziehen und die sowohl für mich als auch des Babys traumatischen Erlebnisse in den Jahren, die darauf folgten, zu verarbeiten. In den ersten Jahren nach dem negativen Geburtserlebnis hatte ich enorme Probleme, mich dem Thema Geburt in positiver Weise anzunähern, und je mehr ich mich mit dem für mich derart traumatischen Geschehnis befasste, und je mehr ich mich danach sehnte, eine plausible Antwort dafür zu finden, warum dieses und jenes auf genau diese Art und Weise geschah, desto mehr machte sich die Verzweiflung über das in der Situation empfundene Gefühl des "Ausgeliefertseins" breit. Dieses Gefühl der Fremdbestimmung veranlasste mich Jahre später dazu, doch noch einen positiven Zugang zum Thema Geburt zu finden.

Der Wunsch nach einer interventionsarmen selbstbestimmten Geburt stieg von Jahr zu Jahr an.




Die zweite Geburt


Als der Goldjunge 6 Jahre darauf das Licht der Welt erblickte, trat die positive Wende zum Thema "Geburt" ein. Ich hatte die negativen Assoziationen, die ich mit einer Geburt in einer Klinik verband, ad acta gelegt. Selbstbewusst und voller Lebensenergie suchte ich im letzten Drittel meiner Schwangerschaft eine von mir gewählte kleinere Geburtsklinik mit familiärem und kompetentem Ruf auf, und ich war der inneren Überzeugung: dieses Mal bin ich in meiner Kraft und lasse all die negativen Erfahrungen hinter mir. Meine innere positive Einstellung, eine einfühlsame Begleitung vor Ort und die physischen Gegebenheiten ermöglichten eine selbstbestimmte interventionsarme Geburt, so wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Das Geburtstraumata schien überwunden, und in den Jahren, die zwischen erster und zweiter Geburt lagen, arbeitete ich intensiv an mir selbst, machte mich mit Entspannungsmethoden wie Yoga und progressiver Muskelentspannung vertraut und gewann eine komplett neue Sichtweisen nicht nur in Hinblick auf die Geburt sondern auch auf das Leben generell. Achtsamkeit und Stressreduktion waren Themen Nummer eins, die mich überall hin begleiteten.
Die Geburt des Goldjungen hatte einen ähnlichen Verlauf wie die erste. Hoher Blasensprung nach Mitternacht, zögerliches Einsetzen der Wehen, die Fahrt ins Krankenhaus während Herr W beim Nachtdienst im Einsatz war. Mit dem einen gravierenden Unterschied: Instinktiv wusste ich, was zu tun war, überließ dem Körper das Tun und machte zielstrebig das, was mir gut tat: ich ging, ging und ging. Ich marschierte gut gelaunt und voller Tatendrang und mit einem Lächeln voller Zuversicht über Stunden hinweg durch das gesamte Geburtshaus, ja ich vertrat mir sogar in der Outdooranlage die Füße und liebäugelte mit der Idee, den kleinen Bach aufzusuchen, und beim Einsetzen der Wehen hielt ich inne und benutzte meine Atmung. Sie erwies sich als wertvollste Technik im gesamten Geburtsprozess. Alles lief hervorragend und konträr zu meinem ersten horrenden Geburtserlebnis, in dem ich rückblickend wie gemeißelt, unfrei und extrem geschwächt war. Als Julia, die junge Hebamme mich zu Dienstantritt mit einem sympathischen Lächeln begrüßte, war mir auf Anhieb klar: dieses Mal würde anderes werden. Die Hebamme, die ich zu Beginn anders einschätzte, als ich annahm (und die meine Annahme durch ihre Erzählungen bekräftigte, indem sie behauptete, sie sei ein regelrechter Jungspund an der Klinik und es läge noch nicht allzu weit zurück, dass sie von der FH ans Krankenhaus wechselte) stellte sich als wahrer Segen im Laufe der Geburt heraus. Sanft, zurückhalten und sehr kompetent und stark in den schwierigen Momenten, in denen ich nach Rückhalt, Sicherheit und Geborgenheit verlangte. Ja, ich war es tatsächlich nicht gewohnt, dass eine Hebamme, vorausgesetzt sie erkennt die Stärke und das intuitive Handeln der Gebärenden, ohne dass ein Eingreifen ihrerseits notwendig wäre, dem Geburtsprozess derart zurückhaltend gegenüberstand. In manchen Situationen schlich sich in mir sogar der wertende Geist ein, indem Gedanken wie: "sollte sie nicht mehr tun, mehr sagen, wieso ist sie mich mit dem freundlichsten Lächeln auf ihren Lippen derart zuversichtlich?! "einschlichen. Rückblickend war es genau das, was ich benötigte, um aus mir heraus in meine volle Kraft zu kommen,  und die letzten intensiven Wellen, die mich trotz Veratmung ganz schön mitnahmen, zu meistern. Auch während der letzten Phase, die ich im Kreissaal verbrachte, spürte ich ganz klar das Verlangen nach Bewegung -auch wenn dies in anderem Ausmaß als in den vorausgegangenen Phasen passierte- wechselte ich verschiedenste Geburtspositionen, und ich gab dem enormen als positiv empfohlenen Drang, wie mir im Nachhinein mitgeteilt wurde, nach Bewegung nach. So zurückhaltend Julia auch war,  so sehr unterstützte sie mich in dieser Endphase mit sanften, ruhigen und klaren Anweisungen, und einer wohltuenden Stress reduzierenden Rückenmassage, leitete mich an, nach eigenem Empfinden diverse Positionen zu versuchen und war immens offen für mein intuitives Tun, denn wir wussten beide: ich schaffe das.
Die letzte Wehe der Eröffnungsphase. Die Intensivität der Wellen war am Höchstpunkt angelangt. Meine Konzentration auf die Atmung ließ allmählich nach 4 Stunden intensiver Wellen nach, und ich äußerte einen dringenden Wunsch:" Ich möchte doch eine PDA. Ich kann nicht mehr."  Julia beugte sich zu mir, blickte mir in die Augen und sagte:" Tina, du bist schon verstrichen! Dein Baby ist gleich da!" Einer der bewegendsten und stärksten Momente dieser Geburt, die mir ein derartiges Gefühl von Zuversicht und Hoffnung gepaart mit "du hast es geschafft" vermittelten, das ich bis dato noch nie in meinem Leben verspürte. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen. Alles, was darauf folgte, war begleitet von einem Gefühl der Leichtigkeit, auch wenn mir noch die gesamte Austreibphase bevorstand. Ich konnte es nicht fassen, als nach nur einer halben Stunde, nach einigen sehr intensiven aber weniger schmerzhaft empfundenen Presswehen mit etwas längerer Pause dazwischen, und nicht nach über 2 Stunden Presswehen unter einer Sauerstoffmaske wie bei Fräuleins Geburt, der Goldjunge zur Welt kam.




Die dritte Geburt

Als das Thema Geburt erneut in den Fokus rückte, und zwar exakt zu einem Zeitpunkt, zu dem ich mich aufgrund der Hormonumstellung in der Frühschwangerschaft unglaublich geschwächt und kraftlos fühlte, machten sich unweigerlich Gefühle von Selbstzweifel und Skepsis breit. "Würde ich es auch dieses Mal schaffen, genauso entspannt und gestärkt in die Geburt zu gehen wie beim letzten Mal?" und das Thema, was mich fest in seinem Bann hatte, war letztendlich der Geburtsschmerz, mit dem ich paradoxerweise bei der letzten Geburt unglaublich gut zurechtkam, da ich ganz bei mir war, und ich mich dank der intensiv Auseinandersetzung mit Atemtechniken aus den Entspannungstechniken und Yoga, die sogar über einen Zeitraum hinweg Teil meines Alltages wurden, ganz auf mich und meinen Körper konzentrieren konnte. In dieser Lebensphase waren die Entspannungstechniken sogar integraler Bestandteil meines Tagesablaufes. Es waren jedoch die intensiven  Empfindungen, die von einer derartigen Naturgewalt begleitet wurden, die letzten Wellen vor der Pressphase, die ich unweigerlich immer wieder in Erinnerung rief, auch wenn ich sehr versöhnlich und gestärkt auf dieses intensive Erleben zurückblicken kann. Um mich diesem Thema und all diesen Emotionen erneut zu widmen, habe ich für mich eine ganz individuelle Form der Geburtsvorbereitung in Gang gesetzt, die ganz undogmatisch auf meinen Erfahrungen beruht und verschiedene Techniken, vor allem aus der Achtsamkeitsleher aufgreift, die auf monatelangen Erprobungen basieren. Sozusagen ein auf mich maßgeschneidertes Geburtsprogramm oder besser ein Sammelsurium an Ideen, auf die ich flexibel zurückgreifen kann, das nur eines zum Ziel hat: ein positives, friedliches und selbstbestimmtes Geburtserlebnis.


Wie ich mich auf die bevorstehende dritte Geburt vorbereite, mit welchen Techniken ich mich vertraut gemacht habe und warum ich nach 3 Jahren wieder Yoga praktiziere, könnt ihr in Kürze in Teil 2 nachlesen!

Wer von euch hat ähnliche oder konträre Erfahrungen gemacht? Wie habt ihr euch auf die Geburt vorbereitet? Und wie war euer Geburtserlebnis?


Eure Tina

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06 Januar 2018

Biomode für's Baby - meine Erstlingsausstattung *Anzeige


Vor 9 Jahren, als das Fräulein das Licht der Welt erblickte, war alles noch etwas anders. Zumindest scheint es so, aus der Ferne und mit Distanz von 9 langen Jahren betrachtet. Meine persönliche Retrospektive hat ergeben:

Gelassenheit ist in vielerlei Hinsicht eingekehrt und viele Sorgen haben sich als Lebensaufgabe entpuppt, die es mit Geduld und Empathie zu lösen gilt. Eines hat sich jedoch nie verändert: die Idee, meine Kinder bedürfnisorientiert zu begleiten. In diesem Sinne spielen Stillen, Tragen und das Familienbett eine bedeutende Rolle. Es ist nach wie vor der Weg der ersten Wahl für uns, den wir auch schon vor 9 Jahren eingeschlagen haben. Auch in Punkto Babybekleidung war mir stets ein ressourcenschonender Umgang sehr wichtig. So bestand der Großteil der Kindergarderobe aus gebrauchter, übertragener Kleidung von Freunden und Bekannten, und setzte sich auch aus Fundstücken aus dem Second Hand Laden zusammen.
Hie und da gesellte sich freilich ein neues Kleidungsstück dazu, denn wie wir alle wissen: Babykleidung ist ein besonderer Magnet für jedes werdende Elternteil!

So war des Fräuleins Kleiderschrank zum Bersten voll mit Unmengen an Babykleidung: Strampler in vorwiegend geschlechtsspezifischen Farben mit ganz viel Rosa. Mein Standpunkt vor 9 Jahren: es war mir schlicht und weg egal, und ich empfand Gefallen daran, die Vorfreude auf ein Babymädchen unter anderem in der Wahl der Kleidung zum Ausdruck zu bringen, und so wurde mit Rüschenblusen, Kleidchen, pastelligen Nickistramplern und Westen nicht gespart. Vor allem die hübschen Kleidchen und Westen erwiesen sich später im Nachhinein betrachtet als totales Nogo, weil erstens: total unpraktisch und zweitens: auch für die Trägerin unbequem!

9 Jahre später komme zu der Erkenntnis: spare nicht an falschem Ort und Stelle. Und schon gar nicht in Punkto Erstlingsskleidung. Auch wenn man in Versuchung gerät, dazu zu tendieren, man bräuchte in der Anfangszeit bloß einige essentielle Kleidungsstücke (richtig!), jedoch würde sich eine hochpreisigere Version nicht rentieren (falsch!), weil die Winzlinge viel zu schnell rauswachsen würde.

 Second Hand Ware ist gut und schön (und noch schöner, wenn diese aus Biomaterialien besteht, ich wurde hier jedoch leider bis auf ein paar wenige Raritäten vor Ort fündig!), aber inzwischen bin ich überzeugt davon, dass es sich definitiv lohnt, ein paar Euro mehr in hochwertige Materialien zu investieren. Noch dazu, wenn man bedenkt, welche Anschaffungen man sich als Elternteil leistet, die im Endeffekt dann vielleicht gar nicht zum Einsatz kommen, und dies der Tatsache gegenüberstellt, dass das Baby in direktem Hautkontakt mit der Kleidung ist.

Ein klarer Vorteil vom Einsatz von hochwertigen Materialien für die Allerkleinsten unter uns ist unbestritten deren Lebensdauer, deren Zusammensetzung, und der Komfort für's Baby. In meiner Auswahl von tausendkind kamen hauptsächlich Materialien wie Merinowolle, Seide und Wolle zur Verwendung. Diese halten schön warm, und fungieren temperaturausgleichend. Sie besitzen sowohl kühlende als auch wärmende Eigenschaften bei kühlerer Umgebung. Naturfasern verhindern Hitzestau (ein ganz wichtiges Kriterium bei Babys!) und wärmen dafür umso besser als herkömmliche Materialien.

Ein wichtiges Kriterium stellte für mich erstmalig die Genderneutralität dar. Egal ob Bub oder Mädchen, die Erstlingsausstattung eignet sich perfekt für beide Geschlechter, und kann somit auch durch ihre Langlebigkeit der Materialien von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ein enormer ökonomischer Pluspunkt! Außerdem können die neutralen Baby Essentials supereinfach kombiniert werden, oder sogar mit "mädchenhaften" Accessoires (ich denke da beispielsweise an bezaubernde Pixiehauben in Beerentönen) aufgepeppt werden, sollte Genderspezifigkeit doch wieder zum Thema werden.




Muss es unbedingt Bio sein?

Mein Statement dazu: JA! Denn gerade Babys Haut ist sehr empfindlich und ein Großteil der Babykleidung ist schadstoffbelastet und wurde mit Chemikalien behandelt. Das riecht man übrigens bereits bei neu gekaufter Kleidung! Deswegen mein Tipp: Neu gekaufte Kleidung IMMER vorwaschen und bestenfalls mit sanftem Bio Waschmittel waschen. Auch das Waschen mit Waschnüssen oder selbst gemachtem Waschmittel, das nur aus wenigen Inhaltsstoffen wie Soda oder Natron, das sehr günstig in seiner Anschaffung ist und vielleicht sogar ohnehin im Haushalt vorkommt,  und trotzdem effektiv in ihrer Waschleistung ist, kann ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen!


Meine Favoriten der BIO Baby Grundausstattung



Der weiche Body in Walnuss von Engel ist nicht nur super zu kombinieren, sondern besteht aus 70% Schurwolle und 30%Seide. Er fühlt sich unglaublich leicht an, trägt nicht auf und eignet sich daher super für den Zwiebellook. Durch die hohe Elastizität (ein ganz wichtiges Kriterium wie ich finde) läßt er sich einfach an-und ausziehen, denn welches Baby mag schon gerne a)gewickelt und b)umgezogen werden?




In das Design des Bodys von Fixoni mit den Meerestieren habe ich mich auf Anhieb verliebt, und es gibt wohl nichts Praktischeres zum Anziehen als einen Wickelbody! Er bringt Farbe in meine doch eher neutral gehaltene Farbpalette und ist aus einem Mix aus Seide und Schurwolle gefertigt.




März bedeutet winterliche Temperaturen. Deswegen mussten auch unbedingt wärmere Kleidungsstücke zum Drüberziehen mit. Anstatt eines herkömmlichen Stramplers fiel die Wahl auf den Strickstrampler  WONDER bon Belly Button aus Biobaumwolle oder besser feinem Biostrick mit Sterndesign. Da ich wie gesagt den Zwiebellook sehr gerne mag und ihn auch am sinnvollsten erachte, um Babys Körpertemperatur auszugleichen, finde ich es sehr vorteilhaft, dass er nicht zu dick gewebt ist. Als sehr praktisch werden sich die beiden Knopfleisten erweisen!




Der Schlafoverall mit Füßchen von Engel fühlt sich superweich und leicht an, und ich liebe diese Einteiler, wo nichts einschneidet und das Baby einengt, ganz ohne Bund und Firlefanz, und ich finde, sie eigenen sich auch perfekt bei warmen Temperaturen tagsüber!




Eine locker sitzende weiche Hose mit breitem Bund wie die von Engel, die nicht zu eng ist, und bei der die Bündchen mitwachsen, ist das Babyessential schlechthin. Auch der Goldjunge hatte von Anbeginn an eine ähnliche Hose, die er sogar ein halbes Jahr später noch als Knickerbocker getragen hatte.

Babysöckchen durften auf keinen Fall fehlen. Sie halten die winzigen Füßchen schön warm, sind innen aus Frottee und durch die Bündchen fallen sie nicht von den Füßen.

Speziell der empfindliche Kopf des Babys bedarf in den ersten Wochen besonderen Schutz, da die Fontanelle eines Babys noch nicht zugewachsen ist und der Temperaturverlust über den Kopf enorm ist. Auch zu Hause sorgt eine leichte Mütze für Geborgenheit.




Die Merino Erstlingshaube ist mein erstes Modell, das sich wie eine leichte und doch schützende und wärmende zweite Haut anfühlt. Zudem ist sie extrem elastisch und schützt auch die Ohren des Kindes.


Merino und Seide für Babys

Wir lieben Merinowolle! Den besonderen Eigenschaften und speziellen Wirkungsweisen der Merinowolle habe ich mich bereits in diesem Post gewidmet. Aber was hat es mit dem Material Seide an sich? Seide zählt zu den "edlen" und sehr feinen" etwas hochpreisigeren Naturstoffen, und wird seit Jahrtausenden aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen. Sie besitzt ähnlich wie die Merinowolle stark isolierende Eigenschaften und ist zusätzlich sehr dehnbar.
Da das Seide und Wollgemisch äußerst schmutzabweisend und sogar wasserabweisend sind (Flüssige Konsistenzen perlen ab!) muss daraus bestehende Kleidung nicht so oft gewaschen werden wie herkömmliche Baumwollkleidung. Deshalb kann auch festgestellt werden: Man benötigt weniger Grundausstattung bei dieser speziellen Zusammensetzung als bei Baumwolle. Ein wichtiges Kriterium, was auch für die etwas höheren Anschaffungskosten spricht.


Seide ist zudem sanfter zur Haut als Wolle und Baumwolle und daher prädestiniert für empfindliche Babyhaut.
Allesamt Kriterien, die vor allem in Kombination optimal für den Einsatz in der Erstlingsausstattung sind.


titantinas TIPP zur Pflege von Wollmaterialien

Reine, natürliche Wollfasern besitzen die Eigenschaft, sich selbst durch Lüften zu regenerieren,da sie von Grund auf schmutz-und wasserabweisend sind. Verzichtet bei der Wäsche auf aggressive Waschmittel und verwendet am besten biologisch abbaubares sanftes Bio Wollwaschmittel. Beim Waschgang unbedingt darauf achten, dass Wasch-und Spülvorgang dieselbe Temperatur haben, ansonsten kann der Temperaturunterschied zu Verfilzung führen. Behutsamer Umgang, kein festes Wringen und Rubbeln wird empfohlen.


Für diese Fotostrecke kamen übrigens passend zum Motto "Natürlichkeit" ausschließlich winterliche Naturmaterialien wie Salbei, Hagebutte und verwelkte Blüten wie die Hortensie und andere Stauden zum Einsatz, die ich gemeinsam mit den Kindern im Garten gesammelt habe. Da uns der Winter sehr oft ohne Schnee sehr eintönig erscheint und über ein fahles Grau in Grau definiert wird , lohnt sich ein zweiter Blick, bei dem wir genaueren Hinsehen mit einer wundervollen Farbgebung und einem AHA-Erlebnis überrascht werden!


Was sind denn Eure Favoriten in Punkto Erstausstattung? Gibt es Teile, auf die ihr nicht verzichten wollt und die ihr als ganz essentiell erachtet? Gibt es darunter auch Kleidungsstücke, die ihr als unnötig erachtet?



Eure Tina

















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27 Dezember 2017

Freebie Kalender 2018


Wenn es um Tod-Dos geht, dann bin ich ganz Old School. Ich finde, der gute alte Kalender erfüllt seine Dienste am besten. Er ist unkompliziert, praktisch und für mich veranschaulicht er am Allerbesten die Zeit, die mir zur Verfügung steht (oder auch nicht), und da kann keine digitale Version mithalten. Ein Taschenkalender ist auf meinen Wegen immer mit dabei, sei es ob in der Wickeltasche unterwegs, beim Einkaufen oder anderen Erledigungen. So ganz nebenbei kann auch darauf gekritzelt werden, und ich ertappe mich immer wieder selbst dabei, dass ich beispielsweise im Warteraum beim Arzt meine kreativen Ideen notiere. Das wohl größte Plus im Vergleich zum digitalen Kalender ist wohl das Auskommen ganz ohne technische Pannen oder Verzögerungen. Kein :"ist der Akku überhaupt noch ausreichend?" Denn was geschrieben steht, steht geschrieben und bleibt das auch. Und nebenbei sind sie auch noch sehr dekorativ, diese Papierkalender. Im Zuge meines neu eingerichteten Arbeitszimmers musste natürlich passend zum Jahresende nicht nur ein stylischer sondern auch durchdachter Wochenkalender her.

Dafür habe ich sämtliche Pinterest Pinnwände durchforstet, in der Hoffnung, einen passenden Kalender als Freebie zu ergattern. Wer sucht der findet, jedoch waren nicht alle der frei zur Verfügung stehenden Downloads zufriedenstellend bzw. konnten einige aus welchen Gründen auch immer nicht heruntergeladen werden, oder aber ich fand sie schlichtweg unpassend für meine Zwecke im Real Life, auch wenn sie in der digitalen Version wunderhübsch aussahen.

Meine 2 absoluten Favoriten möchte ich euch heute präsentieren!Und nein, dies ist absolut kein Sponsores Post, sondern resultiert rein aus einer Freude heraus, 2 hübsche Kalender passend um bevorstehenden Jahreswechsel gefunden zu haben und diese euch weiterzuempfehlen :-)


Der Mondkalender hat mich auf Anhieb mit seinem schlichten Design angesprochen, und so nebenbei finde ich es auch immer spannend, über die Mondphasen bescheid zu wissen. Oft kommt man im Zuge von Gesprächen mit anderen Müttern auf die Idee, den Ursprung so manche durchwachte Nacht mit Kind auf den Mond zu schieben á la: "Ach so! Gestern war Vollmond!" die universelle Erklärung ward gefunden! Noch dazu, wenn derartige  Phasen plötzlich gehäuft vorkommen. Aber auch in Punkto Aussaat oder sogar Haarschnitt wird empfohlen, die Konstellation des Mondes noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Somit mein Favorit Nummer 1, der Mondkalender. Zum Downloaden hier klicken.






Bei Favorit Nummer 2 habe ich mich sofort in die verspielte Kalligraphie verliebt. Ich bewundere diese Kunstform schon seit geraumer Zeit, jedoch fand ich nie die Muße, mich damit zu beschäftigen, auch wenn ich unglaublich gerne mit Tintenfass und alter Feder experimentiere. Der Wochenkalender, der bei meiner Bloggerkollegin Steffi hier zum Download zur Verfügung steht, ist unter den Freebies einzigartig, weil er alle österreichischen Feiertage enthält. Superpraktisch!






Nur noch ein paar wenige Tage und wir verabschieden uns von 2017! 

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch in ein aufregendes, ideenreiches und gemütliches 2018!


Eure Tina



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24 Dezember 2017

Frohe Weihnachten






O Winterwaldnacht, stumm und her,
mit deinen eisumglänzten Zweigen,
lautlos und pfadlos, schneelastschwer,-
wie ist das groß, dein stolzes Schweigen!

Es blinkt der Vollmond klar und kalt;
in tausend funkelharten Ketten
sind festgeschmiedet Berg und Wald,
nichts kann von diesem Baum erretten.

Der Vogel fällt, das Wild bricht ein,
der Quell erstarrt, die Fichten beben;
so ringt den großen Kampf ums Sein
ein tausendfaches banges Leben.

Doch in den Dörfern traut und sacht,
da läuten heut` zur Welt hinieden
die Weihnachtsglocken durch die Nacht
ihr Wunderlied - vom ew`gen Frieden.

                                                 Karl Stiele



Ich wünsche Euch, meine lieben LeserInnen ein wundervolles unvergessliches Weihnachtsfest und besinnliche ruhige Weihnachtsfeiertage im Kreis Eurer Lieben!


Eure Tina





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21 Dezember 2017

DIY Baby Walkhaube gratis Schnittmuster




Hauben kann man im Winter nie genug haben! Sei es gehäkelt für die Übergangszeit oder gefüttert für winterliche Temperaturen, die Variationen an Mützen sind umfangreich und können individuell an die vorherrschenden Temperaturen angepasst werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Kleinsten unter uns sie auch dort belassen, wo sie hingehören! Und das ist wahrlich kein einfaches Unterfangen. Ich kann euch bestätigen, weder der Goldjunge noch das Fräulein waren in Punkto Mützen eine Ausnahme. Sie wurden sowohl bei frostigen Minusgraden als auch bei strahlendem Sonnenschein und drohender Überhitzung kurzerhand und zwar sehr vehement vom Kopf gerissen, und es kostete mich unendliche geduldige Überredungskünste, dass die Mütze an Ort und Stelle blieb, um entweder den Kopf vor massiver Sonneneinstrahlung als auch vor eisig kaltem Wind, der einem im Winter um die Ohren bläst, zu schützen. Es war nicht unbedingt ausschlaggebend, aus welchem Material diese Mütze bestand, so meine These. Nichtsdestotrotz habe ich mich beim Nähprozess im Laufe der Jahre des nervenraubenden Mützendilemmas auf eine kuschelige Innenseite spezialisiert. Denn wenn die Innenseite weder kratzt noch unbequem am Kopf sitzt, ist die Chance erheblich höher, dass der essentielle Begleiter bei Wind & Wetter auf dem Kopf bleibt, und zwar den gesamten Spaziergang wenn möglich!



Motiviert durch meine Experimentierfreude sind in den letzten Wintersaisonen zahlreiche unterschiedliche Varianten an Mützen entstanden. Heute möchte ich euch meinen absoluten Lieblingsschnitt made by titantina zur Verfügung stellen, der in der Zusammensetzung aus 100%-iger Schurwolle in Kombination mit Fleece oder wahlweise auch Jersey oder Sweat an der Innenseite in Punkto positiver Isolationseigenschaften und Tragekomfort kaum zu übertreffen ist. Mein Weihnachtsgeschenk für alle mit Babys unter euch!

 verlinkt: kiddikram made4boys crealopee , kostenlose Schnittmuster Nähfrosch, create in austria


Wer schon etwas Erfahrung im Nähen mitbringt, kann den Schnitt (ohne Nahtzugabe!), der für Babys ab einer Größe von etwas 68 (entspricht einem Kopfumfang von ca.44 cm) konzipiert und erprobt ist, je nach Alter und Größe anpassen und variieren, indem ihr den Schnitt mit Nahtzugabe zeichnet oder sie integriert, dann habt ihr je eine Größe größer oder kleiner. Natürlich ist die Größe auch abhängig ob ihr die Mütze unterfüttert oder nur einlagig näht. In letzterem Fall gilt, die Mütze eine Größe kleiner zu nähen.



Das Tolle an dem Schnitt ist, dass er aus nur einem Schnitteil besteht und daher keine zusätzliche Naht am vorderen Schnitteil aufweist, was ich immer als sehr störend empfand.


Material:

Walk (nicht zu dick!)
Jerseybänder aus Jerseyresten
Wellness Fleece



So habe ich es gemacht:

Lade Dir das Schnitttmuster  hier   herunter.

Drucke dir das Schnittmuster auf A4 aus. Übertrage den Schnitt jeweils ein Mal aus Aussenstoff (Walk) und Innenstoff (Jersey, Sweat, Fleece) und schneide ihn aus. Markiere dir die Wendeöffnung auf einer Seite der Innenhaube.

TIPP: Den Innenstoff eine Spur kleiner ausschneiden. Das Schnittmuster inkludiert noch nicht die Nahtzugabe.

Aussenmütze: Nähe zuerst die obere Aussparung (das "fehlende Dreieck") zusammen. Schließe die Seitennähte in einem Rutsch. Nun verfahre genauso mit der Innenmütze, aber vergiss nicht die Wendeöffnung von ein paar Zentimetern.

Bindebänder in Wunschlänge in etwa 1,5cm Breite aus Jersey zuschneiden. Der Stoff rollt sich automatisch nach innen. Steckt sie nun an der Aussenmütze fest (Bänder zeigen in Richtung zur Mütze) und näht mit ein paar Stichen in der Nahtzugabe darüber.

Die Außenmütze bleibt auf links, jedoch wendet die Innenmütze auf rechts. Stecke nun beide Mützen ineinander, sodass beide Teile innen rechts auf rechts liegen, und die Seitennähte genau aufeinander treffen. Nähe die 2 Mützen aneinander.
Wende die Mützen durch die Wendeöffnung. Diese kann per Matratzenstich geschlossen werden. Optional: Steppe die gesamte Mütze mit mittlerer Stichlänge knappkantig und mit Zickzackstich, damit sie dehnbar bleibt, ab, dann trägt sie an den Abschlüssen nicht so sehr auf.

Und voilá, das war's auch schon!

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nähen, und ich verabschiede mich mit diesem Freebie in freudig erwartete Weihnachtsfeiertage mit Kerzenschein, funkelnden Weihnachtskugeln, Lametta, und dem Duft nach Bienenwachs und Tanne!

Eure Tina
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